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Eine Garde namens Yahdt

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll oder schlicht in welche Kategorie es passt.

Vielleicht sollte ich mit dieser kleinen, halbwegs gemeinen Verschwörung anfangen, die sich da um mich sponn. Wobei es nicht so schlimm ist, wie es klingt. Es fing damit an, dass mein Sohn, eines ich ihn eines abends fragte, was er später denn mal machen will, sagte, ich möchte zur königlichen Garde. Die ist sozusagen die Schutztruppe des Königreiches, besser gesagt des Schlosses und der Stadt, ist für die Sicherheit der Königin zuständig. Er sagte, dass er die Arbeit der Männer großartig finde und dies auch machen will. Dagegen hatte ich keine Einwände, weil ich die Männer der Garde sehr angesehen sind und einen soliden Stand besitzen.

Ich ging also noch am selben Abend zu unserer Königin, die immer noch glaubt sie sei so eine Art große Schwester für mich, was ich immer noch mit gewissen Bauchschmerzen akzeptiere, da sie immerhin die mächtigste Frau der Konitnents ist. - Ich bat sie, meinem Sohn einen gesicherten Platz in der Garde zu geben, wo er ausgebildet werden könnte. Dem hatte sie nichts einzuwenden, jedoch kam sie mit einer überraschenden Bitte: Wenn er in die Garde aufgenommen werden würde, sollte ich in die Yahdt rekrutiert werden, die Eliteabteilung der Garde.

Nun fragt man sich, wer die Yahdt überhaupt ist und mein Mann erklärte es ungefähr so: Offiziell ist die Yadht, die direkt und allein nur der Königin unterstellt ist, eine kleine Einheit, die für den engsten Schutz der Goldenen Dame verantwortlich ist. Eine Art geheimer Schutzdienst. Sie begleiten die Königin überall hin. Inoffiziell sind sie sozusagen ein staatlich gebilligtes Assassinenteam, dass die Gesetze übertreten kann, solang es dem Königreich dient. Man sagt, dass die Yadht eigenständig unter ihrem eigenen Befehl handelt und sich ihre Ziele genauso eigenständig sucht. Es wird sich um Staatsfeinde gekümmert oder um solche, die es bedrohen usw. Es ist nicht wirklich ersichtlich, aber die Gerüchte halten sich hartnäckig.

Die Yadht ist sehr klein, besteht gerade mal aus 36 Mitgliedern. Und die Königin sagte mir ernsthaft, sie würde dafür sorgen wollen, dass ich einen der sechs führenden Posten erhalten könnte? Als ich an dem Abend mit meinem Mann und Nardian darüber sprach, die ebenfalls eine kleine Überraschung bereit hielt, kam uns plötzlich der Verdacht: Wieso nur setzte die Königin alles daran, alle ihre Rechte und Privilegien, nur um mich in die Yahdt zu bekommen? - Es konnte nur den Grund geben, dass sie dort jemanden unliebsamen heraus bekommen wollte. Es war am einfachsten, wenn sie statt diesem, einfach jemanden evtl besseren oder mehr in ihrer Gunst stehenden einführte. Und an dem Punkt schloss sich der Kreis, denn ich verwette meine Waffensammlung darauf, dass Eweanne nicht einfach so auf Idee mit der Garde kam. Es musste ihn schon jemand darauf gestoßen haben.

Ich muss jedoch ein paar Dinge in dieser Geschichte klar stellen. Es ist kein Zwang, dass ich in die Yadht MUSS, damit mein Sohn in der Garde Ausbildung erhält. Es ist ein ausdrücklicher Wunsch. - Des weiteren ist es ein ziemlich gut bezahlter Job, vor allem, wenn man in den Führungspositionen steht. - Die Aufgabengestalltung käme meinem Wunsch recht nahe, nur glaube ich kaum, dass meinen heutigen Job tolerieren würden. Obwohl ich mir damit gar nicht so sicher bin.

Ich weiß partout nicht, was ich tun soll. Es reizt schon, welches Leben sie führen und wie sie ihre Arbeit gestalten. Andererseits gefällt es mir nicht, wenn jemand mit Macht irgendetwas zurecht biegt, nur um mich wieder in seinen Verfügungskreis zu bringen und damit sich auch noch einen Gefallen tut, weil dies wiederum jemand aus der Welt schafft, der missfällt.

Ja, ich habe absolut keine Ahnung...

11.3.08 11:10


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Es ist die Musik, die Kunst!

Es war noch nie zwingend notwendig über besondere, künstlerische Fähigkeiten zu verfügen, wenn man in den Clan aufgenommen werden wollte.

Doch trotzdem sammeln sich die Musen um die Mitglieder, die indes weiter dichten, erzählen oder zeichnen.

12.3.08 18:41


The Elite Clan ~ I ~

Ein Geschöpf, vor ewig langer Zeit dem Licht entwunden und mit dem Schatten verschmolzen, wartete auf die herabsinkende Nacht, die von nichts als den verdunkelnden Perlen der Neumonde gestaltet war. Sein Gefängnis aus Stein bröckelte. Sich vom spürbaren Schmerz, aufkommender Angst, nagender Sorgen ernährend, ließ es die Zeit langsam verstreichen. Es begann sich einen Körper zu formen, leichtfüßig, mager, hungrig.
Es wuchs, vergrößerte sich, wurde stärker.
Mit einem gefletschten Grinsen im Gesicht brachen die Mauern entgültig. Tote Äste rieselten auf die steinerne Erde. Der Baum, sein fensterloses Haus, lag in all seinen gebrochenen Steinresten um das neu geformte Wesen herum, das diabolisch seine wie gerinnendes Blut gefärbten Augen zusammenzog.
Aus der Asche seines Gefängnisses verdichtete sich der grobe Körper eines Streitrosses, gezäumt für die kommende Schlacht. Zähnebleckend warf es sich auf die Hinterbeine, bevor es seinen Reiter aufsteigen ließ.
Kaum hatten sich die ersten, zaghaften Strahlen der nebelverschleierten Sonne einen Weg über die Bergkette erkämpft, nahm das näherrückende Beben die Form eines gewaltiges Heeres an. Unzählige Füße ließen den Staub der zurückliegenden Jahre empor wirbeln. Die Hufe der erregt tänzelnden, missgestalteten Pferde rissen Wunden in das sonst so heilige, kaum zuvor betretene Land. Ein Wald, so leblos, wie die Heerschar selbst, lag hinter ihnen. Schwarze Äste ragten bis weit hinauf in die tiefhängende Wolkendecke.
Die Ketten, die dem toten Wald einst angelegt wurden, um die Geister der Unendlichen von den Lebenden fern zu halten, waren gesprengt. Das Geflecht flirrender Magie umspann nur noch einzelne Bäume mit seinen silbernen Fäden, die kaum genug Kraft boten, auch nur einen der unzähligen Ruhelosen aufzuhalten. Jahrtausende hatten sie ihren Dienst getan, ohne das je ein Magier die Grenzen hätte erneuern müssen. Heute – ein Jahrzehnt nach dem Bruch des Regenbogenkristalls, dem Zersplittern des Schlosses – hatten selbst der wenige Rest Fachkundiger den Lauf der Zeit nicht mehr aufhalten können. Dieser sonst gemiedene Platz war zum Zeugen erkoren wurden. Ein Zeuge des Kampfes um die Herrschaft des Landes.
Noch immer wog der tote Wald von den Bewegungen der Wiederkehrenden, die die Grenze zwischen Tod und Leben nicht überschreiten wollten. Weder Furcht, noch Schwermut schlug in ihren abgestorbenen Herzen. Ein Heer, so schwarz wie die tiefste Nacht, versammelte sich zum entschlossenen Kampf.
Ein Reiter auf einem mächtigen Schlachtross stach aus der Menge heraus. Er rief die Kinder der schwarzen Monde zu sich, die weiterhin aus den Wald herausströmten. Die steinernen Rinden zerfielen durch den Verlust ihrer schwarzer Seelen. Je mehr Krieger das unübersichtlich gewordene Heer aufnahm, umso mehr brach der Wald entzwei, bis sich hinter ihnen eine weit reichende Geröllhalde aus gebrochenem Stein ausbreitete.

„Kannst du deinem Pferd bitte sagen, dass es aufhören soll, seinen Schwanz durch mein Gesicht zu wischen?“
Ich bezweifelte, dass Moria überhaupt die Luftbewegung des schlagenden Schweifes spüren konnte, solch einen weiten Abstand sie zu meiner – wohl ihrer Meinung nach äußert gemeingefährlichen – Stute einhielt.
Das Pferd hat sehr gute Ohren!“, erklang es postwendend in meinem Kopf, auch wenn ich keineswegs der Absender der Worte gewesen war. Die nervöse Schweifbewegung verschwand jedoch augenblicklich, die auch mich fast dazu getrieben hätte, die weißen Haare an der Schwanzwurzel zu packen und festzuhalten.
Ich war nicht minder aufgeregt, nagte auf der Unterlippe herum und wartete. Die Gedanken kreisten nur so durch meinen Kopf. Wenn ich mir nicht um Wichtigeres Gedanken hätte machen müssen, würde ich jetzt darüber grübeln, dass es eine unerhörte Frechheit war, den gesamten Planeten nach außen hin abzuriegeln, plötzlich die Tore zu öffnen und die Ankommenden in den Tod zu schicken.
Im Augenwinkel sah ich Raitsh, die sich angestrengt mit dem Zwirbeln einer schwarzen Haarsträhne die Zeit vertrieb. Ein leises Seufzen entfuhr meiner Kehle, als ich das Formen des Heeres vor uns weiterhin beobachtete.
„Eigentlich dachte ich eher an einen Urlaub, als du uns hierher eingeladen hast. So mit Sonne, Palmen, Strand...“
„Na was denn? Hier hast du zumindest deine Sonne.“ Ich wedelte über mir mit der Hand herum, um die Nebelschleier davon zuscheuchen und die goldene Pracht des Himmelskörpers hervor zuzaubern.
„Ah okay, und die Palmen sind so eben zu Staub zerfallen und haben den Strand vergraben?“, witzelte die Elbe, bevor sie angestrengt die Ebene mit den Augen absuchte. Schlagartig kehrte die Ernsthaftigkeit in ihr Antlitz zurück. „Jetzt sag mir bitte noch einmal, warum ausgerechnet wir den ganzen Spaß aus dem Weg gehen sollen?“
„Weil ausgerechnet wir dieses Zeichen hier tragen.“ Es war unnötig, ihr meine Handfläche darzulegen, da ihr Nacken das gleiche Clansymbol trug, das ich ebenso gerade auf Morias Hals entdecken konnte, die zu uns vorgetreten war.
„Verstehen muss ich das aber trotzdem nicht“, schaltete sich die junge Frau ein, deren schwarz-rotes Haar im leichten Wind flatterte.
Ich sparte mir jedes weitere Wort, da ich das Rätsel selbst nicht lüften konnte. Ich wusste einzig, dass sich im nun vollends zerstörten Wald eine Gedenkstätte befinden sollte, deren Zeichen dem unseren glich bis auf den letzten schwarzen Punkt. Mit der einzigen Ausnahme, dass dieses Zeichen scheinbar so alt war wie der Planet selbst, unser Clanzeichen dagegen auf Kosten der schwarzhaarigen Elbe ging, die zu dem Zeitpunkt nichts hiervon wissen konnte – ebenso wie Moria oder ich es nicht getan hatten.
So wie es schien, waren wir nun diejenigen, die dieses Chaos hier wieder ordnen sollten.
Ich zuckte gedanklich mit den Schultern, bevor ich meiner Einhornstute ein letztes Mal über die weichen Nüstern fuhr. Mein Blick verfolgte ihren schwebenden Gang, als sie sich von uns abwandte und hinter den Felsen verschwand. Dort wo sich die zusammengewürfelten Krieger aufhielten, die uns beiseite standen und das gegnerische Heer aufhalten sollten, bis wir Drei den Schlussstrich ziehen konnten. Wobei mir immer noch der entscheidende Fakt fehlte, wie wir das anstellen sollten.

Aus der Ferne erklangen die herrischen Rufe, die eiligen Schritte der Krieger, die zu ihren wartenden Pferden hasteten. Das Klirren der gezogenen Schwerter trug der Wind mit sich. Die letzten Kettenhemden wurden zurechtgerückt, die Zügel sortiert und die trittsicheren Pferde durch die Ausläufer des Gebirges geführt.
Unter ihnen rannten die Hunde umher. Weder kläffend, noch murrend, folgten sie ihren Herren. Ihre heutigen Stärken wurden einst herauskristallisiert aus den hiesigen Wolfsgeschlechtern. Kräftige Gebisse, stämmige Pfoten, sehnige Beine, Geruch- und Gehörsinn weithin ausgeprägt. Mithaltend mit galoppierenden Pferden, selbstständig agierend anhand weniger Kommandos, verlässliche Tiere auf der Jagd... und in der Schlacht.
Oben warteten die Bogenschützen. Pfeile wurden auf Bögen gelegt, die Geschosse bereit haltend, jederzeit loszulassen. Sie würden die vordersten Reihen der Angreifer lichten, bis sich Feind und Freund vermischten, von ihrer Position nicht mehr von einander zu unterscheiden und die Gefahr zu groß wäre, ihresgleichen zu treffen.
Letztlich war er einmal mehr gekommen – der Krieg – und würde seinen Blutzoll fordern. Noch heute würde der Boden rot vom blutigen Lebenssaft getränkt sein. Es befanden sich nicht nur ausgebildete Krieger unter den wartenden Kämpfenden, sondern weit mehr Freiwillige, die noch nie mit Schwert oder Axt umgegangen waren. Ihr Land, ihre weinende Familie daheim, waren ihnen mehr wert, als ihr eigenes Leben.
Noch hielt sie das aufsteigende Adrenalin in ihrem warmen Blutstrom, das durch ihre Adern floss, wach. Erst wenn der Sicherheitsabstand zum Feind gebrochen war, würden entweder die Kampfeswut oder die Angst die Oberhand gewinnen. Beides ließ die strahlendsten Augen erblinden, die koordiniertesten Bewegungen stumpf werden. Unweigerlich würden die Unerprobten zu erst fallen, im Sturm der Befreiten untergehen, ihnen einen Schritt zur Eroberung des Landes abnehmen.
Trotz der Aufruhr drangen die Schreie der Befehlshaber an jedes Ohr. Die Reihen nahmen eine gesittete Ordnung ein. Letzte untermahnende Weisungen, aufmunternde Worte wurden weitergegeben... bis das erste Blut auf die Erde nieder regnete.

Auch unsere Klingen blieben nicht unblutig. Nein, keineswegs. Wobei es das Wort blutig nicht traf, denn diese Kreaturen besaßen nicht einen Tropfen der Leben spendeten Flüssigkeit in ihrem Leibern. Sie besaßen ja noch nicht einmal einen solchen, hatten lediglich ihre Existenz in feste Materie verformt. Traf man sie tödlich – auch das war wieder ein Wiederspruch für sich – stapelten sich ihre Leiber nicht auf dem zertrampelten Boden, sondern verpufften in Nichts. Dieser Zustand hielt nicht lange, denn sie formten sich neue Körper mit denen sie Waffen fassen oder auf natürliche Weise verletzen und töten konnten.
Die Wesen der Unsterblichen wurden von Mal zu Mal grotesker. Auch wenn diese Massen dadurch nicht aufgehalten werden konnten, reichte die Zeit um uns hindurchzubringen.
Bevor ich auch nur daran denken konnte, mich schweratmend an einen der wenigen stehen gebliebenen Steinbäume anlehnen zu dürfen, senkte sich ein Schatten über uns. Windschnittig raste er über unsere Köpfe, machte eine so enge Kehrtwende, dass ich dachte, der dazugehörige Drache verknotet sich in der Luft. Ein Flammenstoß erfasste den Streifen Erde, auf der sich unsere Verfolger tummelten. Ich kniff die Augen zusammen, blendete die stechende Helligkeit aus und versuchte der kurzweiligen Hitze Herr zu werden.
Haltet euch rechts! Ich hab da was gesehen.
Bevor oder nachdem du uns... mich verschmort hast?“ Ich hob die Hand zum Gruß an meinen Drachenreiter, mit der Aussage, dass ich nicht gar so feuerfest war, wie der doppelte Rest des Elite-Clans.

„Darf ich?“
„Boar, ich auch!“
„Aber bitte! Tut euch nur keinen Zwang an.“ Zuvorkommend trat ich zur Seite.
Aus den zu Halbkugeln geformten Handflächen Beider schossen zwei zerbrechlich wirkende Feuerzungen hervor. Gebündelt durch Magie und die Kraft des urgleichen Elements, vereinten sie sich. Die hervorgerufenen Mächte wanden sich ineinander, flochten so einen kunstvollen Zopf. Ähnlich einer alles durchschlagenden Pfeilspitze, prallte das feurige Element auf Stein, schlug hindurch und sprengte die Hindernisse weit auseinander.
Um den unkontrolliert herumfliegenden Geschossen nicht zum Opfer zu fallen, riss ich den Arm empor, spreizte die Finger und sah zu, wie die scharfen Gesteinssplitter in geringem Abstand zu uns zu Boden sanken. Gekünstelt hüstelte ich auf, fächerte händewedelnd die letzten imaginären Staubreste aus der Luft.
„Das müssen wir noch mal üben“, entschied ich, skeptisch den geschaffenen Eingang betrachtend.
„Nur wenn ich vorher meinen wohlverdienten Urlaub genossen habe!“, nickte Rai bekräftigend, während die Jüngste von uns voller erwartender Neugier in die Höhle hinein spähte.
„Unter einer Gedenkstätte habe ich mir was anderes vorgestellt. Hier müsste mal jemand gründlich aufräumen.“
„Solange ich es nicht sein soll, ist mir alles recht.“ Die Elbe trat hinter unserer Partnerin hinein, stieß mit den Fuß einen Stein nach vorn und lauschte seinen Geholper über die herabsinkenden Treppenstufen. Ich hörte den entgültigen Aufprall so gut wie gar nicht, vernahm im Grunde nur das Echo, das hochgetragen wurde.
Als die ersten verwitterten Stufen hinter uns lagen, wartete ich schon beinahe sehnsüchtig auf das Gemaule, dass wir hier eine langweilige Runde Treppen hinter uns bringen müssten, während dort draußen der ganze Spaß ohne uns seinen Lauf nahm. Jedoch war alles, was kurz darauf fauchte, ein lichtspendender Flammenball, der wenige Zoll über unseren Köpfen hüpfte.
Verspielt wie ein junger Hund, der die ergebnislose Jagd nach dem ersehnten Schmetterling freudig erregt fortsetzte, zeigte er uns den Weg hinab in ein Gewölbe, das weit mehr Leben überstanden hatte, als die Zusammenfassung unser Aller. Gesetz dem Fall, dass das Böse wirklich Schwarz und das Gute Reinweiß war, war das hier die immerzu gesuchte vollkommene Grenze zwischen den Mächten. Schwarz traf auf Weiß, Weiß auf Schwarz, vereinte, vermischte sich. Es herrschte nicht das Graue, es war das Graue, was hier existierte. Ein einziger Ton füllte diesen Ort, verwischt, verworren. Noch nie hatte ich derartig ‚reine‘ graue Felsen gesehen. Ich wusste gar nicht, dass es solch eine Farbe in der Natur überhaupt gab.
Der Halbmond mit der dritten Spitze befand sich genau vor uns. Er war in den Felsen hineingehauen, aufgemalt oder gar von der Natur selbst so erschaffen wurden. Ich konnte nicht sagen, was von alledem der Wahrheit entsprach. Fast hätte ich das fünf handbreit im Durchmesser messende Symbol nicht gesehen. Es verschmolz im Felsen des grauen Gewölbes, sodass es eins mit ihm wurde. Das Gebilde selbst war schwarz, wie die unseren auf der Haut, darunter lag eine weiß schimmernde Schicht, die die Ränder betonte, aber zeitgleich auf dem Gestein verschwimmen ließen.
Völlig automatisch legte ich die Hand, die dem Herzen am Nächsten war, auf den rauen Stein, berührte mit der Spitze des Mittelfingers den rechten äußeren Rand unseres Clansymbols.
„Ich werde das mit dem Copyright noch mal klären müssen...“ Mit gemischten Gefühlen scherzend, presste auch Raitsh ihre Hand auf den Fels, die mittlere Spitze des Halbmondes leicht verdeckend.
Noch bevor Mo mit der ihren komplett die Wand berühren konnte, nur Zeit fand, kurz über das Symbol zu wischen, spürte ich nur noch einen harten Schlag, der sich über die Fingerspitzen, den Arm hinauf, bis zur Schulter hindurch in den Brustkorb bohrte.

So wie die Nacht den Tag vertreibt, vertreibt auch der Tag die Nacht. Es ist ein Zusammenspiel. Ein Kreislauf, der weder beginnt noch endet. Weder Licht noch Dunkelheit, weder Gut noch Böse wird jemals vorherrschen dürfen. Die Mächte der Gegensätzlichkeit brauchen untereinander, bekämpfen, schützen, harmonieren, kollidieren. Gebe es eine der Kräfte nicht, würde der andere unweigerlich dem Untergang entgegen streben.
Wenn es Tag oder Nacht, Licht oder Dunkel, Gut oder Böse nicht gäbe, würde das Gleichgewicht aus den Fugen geraten. Es würde bröckeln, seine Mauern zerfallen, das Leben und den Tod ohne Grenzen handeln lassen. Weder das Eine, noch das Andere würde existieren können, genauso wenig wie es nicht existieren könnte.

„Das war’s?“

Das war’s.“
Der tote Wald ragte steinern vor uns auf, umgeben von einem makellos gewebten Netz flirrender Magiedrähte.

12.3.08 20:00


Seufzen

Ich hasse Entscheidungen... bah, absolut. Am liebsten würde ich manchmal ein Paralleluniversum erschaffen um dann die einzelnen Möglichkeiten auszuprobieren. Erst am Ende, wenn ich weiß, was sie bewirken, entscheide ich mich dann für eine.

God, it's so damn troubelsome... 

13.3.08 13:23


Kein Planet ist so auf Kommerz ausgelegt wie die Erde...

Trau ich mir jetzt einfach so salopp zu behaupten.
Das fällt einem anhand der vielen dortigen Feiertage erst so richtig auf. Gerade steht Ostern vor der Tür… so etwas gibt es auf Oz gar nicht. Dort werden noch nicht einmal Geburtstage gefeiert, geschweige denn irgendwelche Festivitäten, die einem im Grunde nichts angehen, weil man der Religion gar nicht angehört.
Auf das Einzige, auf das hier wertgelegt wird, ist die Ausrichtung der Mittsommer- und Mittwinternacht, bei dem die jeweilige Jahreszeiten begrüßt bzw. verabschiedet wird. Kleinere Feste gibt es auch mal zur Erntezeit, aber das ist örtlich und zeitlich unterschiedlich. Sicher wird zu solchen Zeiten besondere Ware feilgeboten, aber das hat nichts mit dem Geschenkewahn auf Erden zu tun.
Trotzdem möchte ich meinen Clanschwestern ein fröhliches Osterfest wünschen!

22.3.08 19:04


Ich habe gewonnen!

Ob es so gut war, mich dafür zu entscheiden, weiß ich bis jetzt immer noch nicht. Ich lasse es im Moment einfach auf mich zukommen - mal sehen, was geschieht.
Sie fanden es alle etwas seltsam, dass die Königin jemand schickte, der in die Yadht aufgenommen werden sollte. Aus diesem Grunde ließen sie mich gegen jemand aus ihren Reihen antreten. (Ich weiß weder den Namen desjenigen, der mich dem Kampf zuwies. Noch den meines Gegners. Es scheint so, als sei die Yadht ein ziemlich schweigsamer, eingeschworener Haufen...) Um mich zu testen, um heraus zu finden, was ich kann... irgendetwas davon. Wer weiß.
Wer weiß auch, wer dies war. Man sagte mir, es sei ein Leutnant, was ich einfach mal so hinnahm. (Was die Ränge dort angeht, versuche ich irdische Entsprechungen zu finden, deswegen ist es vll nicht ganz korrekt.)
Man merkte auch, dass er nicht schlecht war. Gut mit dem Schwert und Magie zur Hand. Das wäre alles kein Problem gewesen. Das Problem bestand eher darin, dass er MEINE Magie einfach aufsaugte. Eine seltsame Fähigkeit... Ich konnte einen großen Spruch zusammen schustern und er schluckte den daraus entspringenden Bann einfach. Was einen fuchsig wie nix macht, da man schnell am Ende mit seinen Ideen ist.
Jedoch hat so etwas immer eine begrenzte "Aufnahmekapazität". Und die bestand bei ihm aus einem konzentrierten Energieball göttlicher Magie. Ich habe so viel Magie in in gesteckt, dass ich selbst davon Kopfschmerzen und Übelkeit bekam. Damit war er ganz schnell ruhig gestellt und ich stand schließlich mit dem Schwert über ihm. - Mit leichter Genugtuung..

Was nun wird weiß ich nicht. Gestern traf ich das erste Mal auf alle Mitglieder. Sie hatten sich alle versammelt und ich habe mich vorgestellt. Ob das nun bedeutet, dass ich aufgenommen bin, wird sich zeigen.
Ich denke sie halten nicht sonderlich viel von mir. Das, was ich während des Kampfes
abgezogen habe, war wohl zu seltsam.
Aber mich juckt es nicht. Sollen sie denken, was sie wollen.

23.3.08 19:43


die Mitglieder

Da das Bild sehr groß ist, weil ich es zur Zeit nicht kleiner machen kann, da mein Programm dafür irgendeine Macke habe, muss ich es erst mal per Link hier einstellen. Wenn ist das Problem gelöst habe, werde ich es dann austauschen.

the.clan
28.3.08 16:39


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