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Mir wurde der Name Raitsh gegeben, als ich in das alte, längst vergessene Geschlecht van Faith hineingeboren wurde. Doch meine Mutter nannte mich immer Ferach - Lichtkind.
Dabei bin ich nicht wirklich ein 'Lichtkind'. Ich bin eines dieser Mischblüter, dass in meiner Heimat zwar nicht die Regel, aber auch nicht so selten ist, wie man annimmt. Viele der Elbenhäuser, große Völker mit langer Geschichte, bleiben innerhalb derer, die ihnen ähnlich sind. Sie tragen unterschiedliche Bräuche, Traditionen und Eigenschaften. Beim mir ist das anders.

Meine Mutter gehört der van Faith an, einem adligen Geschlecht von Lichtelben, die vor Jahrhunderten viel den Staatsdienst beeinflussten, später aber immer mehr an Bedeutung verloren. So existiert der Adel dieser Familie nur noch auf dem Papier. Und trotzdem merkt man meiner Mutter diesen Adel noch heute an. Sie stammt aus dem kleinen Kreis der Lichtelben, dem Haus der Elbenvölker, dass das kleinste, dafür aber am meisten angebeteste ist. Sie ist eine einfache Mutter und Hausfrau, interessiert sich nicht dafür, dass sie etwas vielleicht sagenumwobenes ist und doch sind ihre Bewegungen, Gesten und Worte ganz so, wie sie in den Geschichten besungen wurden. Beim mir ist das anders.

Mein Vater scheint das ganze Gegenteil von ihr zu sein. Ein Dunkelelb, der König eines großen Reiches von Dunkelelben sogar, den seine Herkunft genauso wenig interessiert, wenn er zu Hause dem Alltag nachgeht, wie meine Mutter. Lang war er verschollen, über Jahrzehnte lang wusste keiner von einer Spur von ihm. Bis ich eine 'Jägern' mit seiner Suche beauftragte. Doch auch jetzt, wo er wieder bei uns ist, wird er nicht mehr als König in sein Reich zurück kehren. Zwar akzeptiert ihn noch jeder als den Rechtmäßigen, doch die eigentlichen Geschäfte hat er an einen Waisen abgegeben, den er einst aufzog. Mein Vater hatte sich für das einfache Leben in einem kleineren Dorf entschieden, in dem keiner wusste, was er eigentlich ist. Es klingt wie eine Geschichte und doch war diese Verbindung zwischen einem Dunkelelben und einer Lichtelbe vollkommne Realität. Er ist nicht wie die Dunkelelben, nicht, wenn man ihn als ganz normalen Elb erlebt, wie einen unter vielen. Sie sollen oft geheimnisvoll, blutdürstig oder brutal sein. Das ist er nicht. Er hat ein sehr freundliches, einnehmendes Wesen was nichts auf seine Herkunft schließen lässt. Bei mir ist das anders.

Ich wurde mit dem Blute der Licht- und Dunkelelben geboren und bin deswegen eine der wenigen Mischblüter. Aber ich bin stolz darauf. Ich fühle mich in beiden Häusern wohl, auch wenn mein Herz mich eher zu dem meines Vaters hinzieht.

Einst war ich die Elementarwächterin des Feuers von Meithan, doch dann entsagte ich diesen Fesseln, um frei meinen eigenen Weg gehen zu können. Dieser Weg war gefährlicher, dafür abe von mir selbst gewählt. Die einstige Aufgabe brachte mir viele Prestige mit, von denen ich heute noch zehren kann und so lebe ich noch immer im Schloss des Goldenen Westreiches Meithans, in dem Reich, wo ich geboren wurde und dem Schloss, in das ich einst zog, um meine Bestimmung zu finden.

Bei mir ist vieles anders. Ich bin klein und zierlich, sehe für die meisten Männer nicht wie jemand aus, den man ernst nehmen müsste und doch rief ich den Clan in Leben, der einst der mächtigste überhaupt werden will. Ein Clan, der nur die Elite der drei Welten beherbergt, die er überspannt.

21.9.07 17:32
 


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